12. Podologie-Kongress

19. Mai 2019 – Raum M3

Der Kongress mit dem Schwerpunktthema „Diabetische Fußsyndrom“ ist in drei Sessions unterteilt. Erleben Sie wissenschaftliche Weiterbildung auf höchstem Niveau. Wissenschaftliche Themen werden praxisnah und interdisziplinär von anerkannten Referenten der Branche präsentiert. 

Der 12. Podologie Kongress ist von podo deutschland, Landesverband Sachsen e.V., mit insgesamt 6 Fortbildungspunkten zertifiziert. Wenn Sie an einzelnen Sessions teilnehmen, erhalten Sie je Session 2 Fortbildungspunkte.

8.45 – 9.15 Uhr Registrierung
9.30 – 9.45 Uhr Anmoderation

Session 1

09.45 – 10.30 Uhr

Wundmanagement beim diabetischen Fußsyndrom

Bei Diabetikern treten oft Wunden an den Füßen auf, da sie durch die Krankheit bedingt eine Polyneuropathie und/oder eine Angiopathie aufweisen. Häufig wird durch die mangelnde Schmerz-und Druckwahrnehmung eine verletzte Hautstelle nicht als solche wahrgenommen, nicht selten verhindert eine mangelhafte Durchblutung die Wundheilung. Daraus resultieren sehr hohe Anforderungen an das Wundmanagement – es ist eine wesentliche Komponente bei der multidisziplinären Behandlung des diabetischen Fußsyndroms. Einerseits gilt es, die Ursache einer Wundheilungsstörung zu erkennen und zu behandeln. Andererseits sollte die Wunde entsprechend ihres jeweils aktuellen Zustandes fachgerecht therapiert werden unter Berücksichtigung der Besonderheiten des diabetischen Fußes.

Referent: Dr. med. Gert Hennig
Facharzt für Chirurgie und Gefäßchirurgie, Phlebologie, endovasculärer Spezialist. Seit 1993 ausschließlich gefäßchirurgisch tätig, seit 2004 Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am Klinikum St. Georg Leipzig gGmbH, deren Schwerpunkt die Behandlung von Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom ist.

10.30 - 11.15 Uhr

Chirurgische Therapieoptionen beim diabetischen Fußsyndrom

Die Therapie des diabetischen Fußsyndroms stellt in jeder Hinsicht eine Herausforderung dar. Sowohl für den Patienten, der durch jegliche Therapiemaßnahme in seinem täglichen Leben eingeschränkt wird, als auch für den Arzt, der lernen muss, in diesem Zusammenhang auch mit Rückschlägen zu leben. Durch die zunehmende Spezialisierung auch in diesem Gebiet der Chirurgie/Orthopädie sind jedoch auf den Patienten und seine spezielle Krankheitsausprägung zugeschnittene Therapieformen möglich, die in einem sehr hohen Prozentsatz helfen, die früher übliche Amputation zu vermeiden. 

Referent: Dr. med. Jörn Schwede 

Studium der Humanmedizin an der Universität Leipzig, 2008 Promotion an der Universität Leipzig zum Dr. med., seit 2011 Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Zusatzbezeichnung „Spezielle Unfallchirurgie“, seit 2014 niedergelassener Chirurg und Inhaber des Chirurgischen Zentrums Leipzig-Gohlis mit Zusatzbezeichnung „Sportmedizin“.

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Session 2

11.30 – 12.15 Uhr

Das diabetische Fußsyndrom im Kontext diabetischer Folgeerkrankungen

Das diabetische Fußsyndrom als komplexe Komplikation des Diabetes mellitus stellt die Summe aller diabetischen Folgeerkrankungen dar. Mikro- und makroangiopathische sowie neuropathische Schädigungen durch eventuell zu späte Erkennung und unzureichende Behandlung des Diabetes mellitus können zu Minor- oder Major-Amputation führen. Unterschenkel-Ödeme im Rahmen der bei Diabetes mellitus häufig auftretenden Herzinsuffizienz durch makroangiopathische Folgerkrankungen sowie Wasseransammlungen im Rahmen einer Niereninsuffienz bei mikroangiopathischer Nierenschädigung können zur Verschlechterung des diabetischen Fußsyndroms mit erschwerten Bedingungen der Wundheilung beitragen. Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms bedeutet vor allem auch Diagnostik und Therapie der gleichzeitig vorliegenden Folgeerkrankungen.

Referentin: Dr. med. Bettina Born
Iternistin, Diabetologin DDG und Diabetologin der Landesärztekammer sowie Oberärztin der Medizinischen Klinik Reutlingen. Sie ist außerdem Leiterin der Diabetes- Fußambulanz und Diabetes-Fußstation.


12.15 - 13.00 Uhr

Bewegungstherapie für Diabetiker - Neuromuskuläre Fazilitation bei PNP 

Ziel der neuromuskulären Bewegungsstimulierung ist es, durch verstärkte Stimulation der Sensoren das neuromuskuläre Zusammenspiel, also das Zusammenspiel zwischen Nerven und Muskeln im Fuß, durch alltägliche physiologische Bewegungsmuster zu fördern und damit zu erleichtern (Fazilitation). Hierbei wird auf die neurologischen und v.a. evolutionären Verbindungen der Füße und Hände zueinander zurückgegriffen. Abgespeicherte Bewegungsmuster der Hände auf die Füße zu übertragen setzt Ressourcen frei, welche eine Verbesserung in allen Bereichen wie Propriozeption, Durchblutung, muskuläre Koordination des Fußes und des Unterschenkels einleiten.

Referent: Jörg Halfmann

Heilpraktiker, Osteopath und Podologe mit eigener Praxis in Dortmund. Inhaber des Fortbildungszentrums Halfmann mit Schwerpunkt auf Fußgesundheit. Buchautor und Begründer des Podo-Taping-Concepts.

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Session 3

15.30 – 16.15 Uhr

Diabetisches Fußsyndrom – Möglichkeiten der Risikoeinstufung in der podologischen Behandlung

Seit Einführung der podologischen Behandlung konnte die Zahl der großen Amputationen deutlich reduziert werden. An Beispielen aus der Praxis werden Möglichkeiten der podologischen Risikoeinschätzung beim DFS und notwendiges Handeln/Konsequenzen in der Praxis aufgezeigt. Praxisbeispiele, die mit Übung einfach in der Umsetzung und Handhabung sind, werden gezeigt, z.B. wie mit einem Mini-Gefäßdoppler angiologische Auffälligkeiten zur Fließgeschwindigkeit des Blutes im untersuchten Gefäß akustisch abgegrenzt werden können oder wie die Messung der Hauttemperatur zur Risikobewertung bei Verdacht auf einen Entzündungsprozess eingesetzt werden kann.

Referentin: Birgit Maibier
Krankenschwester, 1998 Abschluss „Medizinische Fußpflege“ an der „MEDIKOS“ Berufsfachschule für Kosmetik/Fußpflege Berlin, 2003 Podologie-Ausbildung, 2014 Ausbildung zur sektoralen Heilpraktikerin der Podologie an der DuB Schule Berlin. Seit 2003 Inhaberin einer eigenen Podologie Praxis im Ärztehaus Berlin. 

16.15 - 17.00 Uhr

Nervenchirurgie bei neuropathischen Schmerzen

Neuropathische Schmerzen chirurgisch zu behandeln ist für Operationen am Rückenmark oder Nervenwurzeln selbstverständlich. Im Bereich der peripheren Nerven ist dafür nur das Carpaltunnelsyndrom (CTS) und allenfalls die Einengung des Nervus ulnaris am Ellbogen bekannt. Schmerzauslösende Nervenläsionen können am ganzen Körper auftreten und diagnostiziert und behandelt werden. Nach Verletzungen oder bei Kompressionen analog zum CTS können neuropathische Schmerzen von „Kopf bis Fuß“ auftreten. Insbesondere die Nervenkompressionen bleiben in der Praxis als Ursache für Schmerzen unberücksichtigt. Sobald eine Grunderkrankung diagnostiziert ist, werden keine weiteren Ursachen für Schmerzen mehr verfolgt. Darunter leiden nicht nur Diabetiker, bei denen die Beschwerden über die Polyneuropathie (PNP) erklärt werden, sondern auch andere Patienten mit PNP, Restless-legs-Syndrom, Kopfschmerzen etc. Es werden Fälle aus verschiedenen Regionen des Körpers dargestellt, um die Zuhörer für die Denkweise zu begeistern, auch jenseits bekannter Grunderkrankungen nach schmerzauslösenden Ursachen zu suchen.

Referent: Dr. med. Martin Raghunath 

Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie mit Zusatzbezeichnung Handchirurg. 2006 hat er ein Verfahren zur Diagnostik und mikrochirurgischen Therapie von schmerzauslösenden Nerveneinengungen bei brennenden Schmerzen an den Füßen in Deutschland eingeführt.

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