10. Podologie Kongress

22. April 2017 - Raum M3

Der Kongress mit dem Schwerpunktthema „Diabetische Fußsyndrom“ ist in drei Sessions unterteilt. Erleben Sie wissenschaftliche Weiterbildung auf höchstem Niveau. Wissenschaftliche Themen werden praxisnah und interdisziplinär von anerkannten Referenten der Branche präsentiert. 

Der 10. Podologie Kongress ist von podo deutschland, Landesverband Sachsen e.V., mit 5 Fortbildungspunkten zertifiziert.

9.00 - 10.00 Uhr: Registrierung
10.00 - 10.15 Uhr: Begrüßung & Einführung, Doris Diamantidis

SESSION 1

10.15 - 11.00 Uhr
Hygienemaßnahmen und Instrumentenaufbereitung beim Diabetischen Fußsyndrom - was gibt es Neues zum Thema?
Nach Bekanntgeben der RKI-Empfehlung (Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten) Ende 2012 sind für Podologen und Fußpfleger nach wie vor noch viele Punkte ungeklärt, und es herrscht Verunsicherung. Dieser Vortrag gibt Auskunft über die praktische Umsetzung der Empfehlung und klart häufig gestellte Fragen wie z.B.: „Was bedeutet „geeignetes, validiertes” Verfahren?” oder „Was ist eine Risikoeinteilung der Medizinprodukte?”.
Referentin: Andrea Nitz-Schneider
Fachkraft für Arbeitssicherheit, Technische Sterilisationsassistentin (DGSV), Referentin für den Deutschen Verband für Podologie (ZFD) e.V.

11.00 - 11.45 Uhr

Was der Zahnarzt mit dem Diabetischen Fußsyndrom zu tun hat
Diabetiker sind besonders anfällig für Zahnfleischerkrankungen. Die krankheitserregenden Bakterien gelangen aus dem Mund über den Blutkreislauf in andere Organsysteme, wo sie zur Entstehung verschiedener Krankheiten beitragen können. Der Vortrag zeigt Ursachen und Entstehung dieser Entzündungsprozesse und deren Auswirkungen bis hin zum Diabetischen Fußsyndrom. Anhand von Beispielen aus dem Praxisalltag werden Wege zu deren erfolgreicher Vorbeugung und Behandlung gezeigt.
Referent: Dr. med. dent. Wolfram Reeg
Zahnarzt in eigener Praxis mit dem Schwerpunkt Parodontologie seit 1997 in Halle/Saale. Referent der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt in der Ausbildung Zahnmedizinischer ProphylaxeassistentInnen.

SESSION 2

13.15 - 14.00 Uhr

Bewegung für und mit Diabetikern 
Spiel, Sport und Bewegung gehören bei vielen Menschen zur regelmäßigen Freizeitgestaltung. Die Beweggründe, sich körperlich zu betätigen, sind vielfaltig und reichen vom physischen und psychischen Ausgleich zu beruflich oder privat belastenden Faktoren über die Pflege sozialer Kontakte beim gemeinsamen „Tun” bis hin zu gezielt eingesetzten gesundheitspräventiven und/oder therapiebegleitenden Angeboten. Jeder Teilnehmer einer Sport-Gruppe hat seine eigene Krankheitsgeschichte und Sportbiographie. Um Spiel-, Sport- und Bewegungsangebote zielgerichtet einzusetzen und den Wunsch zu wecken, diese langfristig zu betreiben, müssen einige methodisch-didaktische, aber auch medizinische Parameter beachtet werden – und das gilt auch für nicht erkrankte Diabetiker.
Referent: Dr. Jan Ries
Leiter des interdisziplinaren Netzwerks „Health Network”, in dem er und sein Team unterschiedlichste Unternehmen in den Bereichen betriebliches Gesundheitsmanagement und betriebliche Gesundheitsförderung unterrichten.

14.00 - 14.45 Uhr
Die Bedeutung der neuen Erlaubnis zur eingeschränkten Ausübung von Heilkunde für Podologen
Die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde nach dem Heilpraktikergesetz ermöglicht den Podologen die eigenständige Therapie mit Patienten im Bereich der Podologie. Was in anderen Bundesländern schon langer möglich ist, wurde jetzt auch für Sachsen von der Verwaltung ermöglicht. Sie können seit Herbst 2017 die Erlaubnis beantragen. Welche Bedingungen gelten, was wird Ihnen damit möglich, wie lässt sich die Rechtslage für die eigenständige Ausübung der Podologie in der Praxis umsetzen? Die Antwort darauf erhalten Sie in diesem Vortrag.
Referentin: Steffi Mehner
Mit II. Staatsexamen für Lehramt, Heilpraktikerin seit 2002, Geschäftsführerin der Mehner und Busshardt-Akademie für Ganzheitliche Medizin GmbH, Landesvorsitzende Verband Freie Heilpraktiker Sachsen.

SESSION 3

15.15 - 16.00 Uhr
Diabetischer Fuß: Was ist wichtig für die Arbeit der Podologen in der Praxis? Fallbeispiele
Der Alltag in der podologischen Praxis ist gekennzeichnet durch Routine und wiederkehrende Behandlungsprozedere. Ziel muss es sein, die Patienten möglichst so zu behandeln, dass es zu keinen Komplikationen und v.a. keinen Amputationen kommt. Darin besteht das oberste Ziel der podologischen Behandlung. Doch der podologische Alltag verlauft nicht immer ungestört. Mit jedem neuen Patienten kommen neue Herausforderungen. Mit wachsender Berufserfahrung gewinnt man Sicherheit in der täglichen Arbeit. Mit Darstellung und Diskussion von verschiedenen Fallbeispielen soll der Erfahrungsprozess unterstützt und wesentliche Gesichtspunkte vertieft werden.
Referent: Dr. Hannes Rietzsch
Facharzt für Innere Medizin sowie Diabetologie, Oberarzt an der Medizinischen Klinik III am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Leiter der Ambulanz „Diabetischer Fuß”, Ausbildung von Podologen, Mitglied des Vorstandes der Sächsischen Gesellschaft für Endokrinopathien und Stoffwechselkrankheiten und Vorstandsmitglied
im Verein Diabetischer Fuß Sachsen e.V.

16.00 - 16.45 Uhr
Die diabetische Neuro-Osteoarthropathie - ein Zungen- und Knochenbrecher
Die diabetische Neuro-Osteoarthropathie (DNOAP) – ist das ein Thema für Podologinnen und Podologen? Sind das nicht eher Situationen, wo „Hopfen und Malz” verloren sind? Wo nur noch ausgewiesene Chirurgen so oder so helfen können? In diesem Vortrag wird Ihnen die Sonderform eines Diabetischen Fußsyndroms vom Erkennen über diagnostische Schritte bis hin zu Therapieoptionen praktisch und anschaulich dargestellt. Dabei sollen v.a. Besonderheiten und Herausforderungen in der podologischen Behandlung dieser Füße und Patienten herausgearbeitet werden.
Referent: Dr. med. Michael Eckhard
Seit 2010 Ärztlicher Leiter des Universitären Diabeteszentrums Mittelhessen (UDZM) am UKGM in Gießen, seit Oktober 2011 Chefarzt der GZW Diabetes-Klinik Bad Nauheim, Spezialklinik für Diabetes mellitus und assoziierte Stoffwechsel- und Folgeerkrankungen. Vorstandsmitglied der AG Fuß der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)

Ihre Ansprechpartnerin

Heike Großmann
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