9. Podologie-Kongress

29. Oktober 2017 – Kongress Raum C22, 1. OG

Der 9. Podologie-Kongress ist vom Deutschen Verband für Podologie (ZFD) mit 6 Fortbildungspunkten zertifiziert. Von der Bayerischen Landesapothekerkammer ist der Kongress mit ebenfalls 6 Fortbildungspunkten für Apotheker, PTA/Pharmazieingenieure und PKA zertifiziert. Der Kongress informiert in drei Sessions über das Diabetische Fußsyndrom.

10:00 - 10:15 Uhr
Jürgen Trenkler

Einführung
Begrüßung durch Jürgen Trenkler, Deutscher Verband für Podologie (ZFD), Landesverband Bayern e.V.



10:15 - 11:00 Uhr

Dr. med Stefanie Kriegelstein




11:00 - 11:45 Uhr

Dr. med. Alexander Mehlhorn

Session 1

Anatomie – wie funktionieren eigentlich die Füße?

Der Vortrag gibt einen Überblick über die Anatomie des Fußes und des Sprunggelenkes unter Berücksichtigung der funktionellen Anatomie und im Hinblick auf die Besonderheiten beim Diabetischen Fußsyndrom. Dabei sollen Anatomie und Anomalien bzw. Funktionsstörungen beispielhaft aufgezeigt werden. Dadurch kann der Aufbau und die Grundstruktur am Fuß verstanden werden, um Veränderungen und Anomalien durch den Einfluss des Diabetes mellitus besser erkennen zu können.

Möglichkeiten der konservativen und operativen Therapie der Charcot-Arthropathie
Die diabetische Neurosteoarthropathie oder Charcot-Arthropathie tritt als Sonderform des diabetischen Fußsyndroms bei peripherer Nervenschädigung auf. Es kommt hierbei in einem Initalstadium zur Rötung und Schwellung des Fußes. Das Knochengerüst wird hierbei vollständig zerstört. Es kann dann zum Einbruch des Fußlängsgewölbes und zur Ausbildung von knöchernen Prominenzen kommen, die dann zu therapieresistenten Druckulzera führen. Die moderne Therapie beinhaltet hierbei die Ruhigstellung im Gips. Sollte dies nicht mehr möglich sein, ist die operative Korrektur des Fußgewölbes, Aufrichtung und Arthrodese erforderlich. Eine zeitnahe Anbindung und Therapie solcher Patienten ist dabei äußerst wichtig, um längerfristig Infektionen und den damit verbundenen Verlust der betroffenen Extremität zu vermeiden.

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13:15 - 14:00 Uhr
 
Dr. Veronika Hollenrieder




14:00 - 14:45 Uhr

Dr. med. Bernhard Bothschafter

Session 2

Diabetes mellitus – Stoffwechselstörung mit Folgen am ganzen Körper

Frau Dr. Hollenrieder klärt in ihrem Vortrag, was Diabetes mellitus ist und gibt eine kurze Erläuterung zum Typ 1 und 2 sowie weiteren Formen. Weiterhin erläutert sie, welche Organe sich vor Diagnosestellung melden, insbesondere Augen, Haut, Leber und Gehirn. Auch Langzeitfolgen wie z.B. Mikroangiopathie und Makroangiopathie sind Thema. Abschließend bietet der Vortrag einen Überblick über die heutige Betreuung von Diabetikern aus Sicht des Hausarztes, des Diabetologen und der Klinik.

Der neuroischäme Fuß beim Diabetiker – wenn der Gefäßchirurg ins Spiel kommt
Bei 20 – 30 % der Diabetiker besteht eine relevante Einschränkung der arteriellen Durchblutung. Wenn in diesen Fällen nicht rechtzeitig eine Rekonstruktion der Schlagadern erfolgt, sind größere Amputationen nicht zu verhindern. Der minimal-invasiven oder endovaskulären Behandlung kommt eine besondere Rolle in der Therapie der nicht heilenden Läsionen zu, wobei auch komplexe Operationen beherrscht werden müssen. Da sehr häufig entzündliche Vorgänge in Kombination mit bereits abgestorbenen Gewebsanteilen vorliegen, steht mit der Unterdrucktherapie ein weiteres Werkzeug zur Verfügung, welches hilft, z.B. im Zehenbereich den größten Teil der Extremität und damit die Mobilität zu erhalten. Eine Abklärung des Durchblutungsstatus beim Diabetiker sollte daher lieber zu früh als zu spät erfolgen.

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15:15 - 16:00 Uhr

Willy Jurtin






16:00 - 16:45 Uhr

Anke Niederau

Session 3

Wo drückt der Schuh?

Diese Redewendung zeigt, wie häufig und wie ernst Erkrankungen am Fuß zunehmend sind. Behandlungen bei Schmerzen und Problemen an unseren Füßen, insbesondere derer von Diabetikern, gehören in die Hände von Spezialisten. So auch die Versorgung mit Einlagen.
Jurtin medical Systemeinlagen werden angefertigt unter Berücksichtigung der Biomechanik am hängenden, nichtbelasteten und korrigierten Fuß. Wirkung dieser Einlagesysteme bei Metatarsalgien und Fehlbeschwielung in der konservativen Versorgung insbesondere bei Diabetikern werden erläutert.

Nagelveränderungen am diabetischen Fuß und seine Versorgung
Warum ist das Wissen um die Ursachen, Diagnostik und Behandlung von Nagelerkrankungen insbesondere unserer Diabetiker so wichtig?
Für den Podologen ist es wichtig, das Auftreten von krankhaften Nägeln sowie Nagelwachstumsstörungen zu erkennen, um im Anschluss an eine sorgfältige Anamnese und Diagnostik in Zusammenarbeit mit dem Arzt eine adäquate Therapie zu entwickeln und durchzuführen. Dabei ist es unerlässlich, den Aufbau des Nagels zu kennen, die Übersicht über krankhafte Nagelveränderungen am diabetischen Fuß zu haben, therapeutische Möglichkeiten für Podologen zu wissen und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen med. Gruppen wie Ärzten, Heilpraktikern und Orthopädieschuhtechnikern zu halten.

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